Die zukuftsfähige Verwaltung passt sich fortwährend an gesellschaftliche Entwicklungen an. Sie verändert ihr Gesicht oder erfährt Veränderung durch politische und gesellschaftliche Ereignisse.

 

Wir beschäftigen uns mit den Veränderungsanlässen, -potenzialen und -prozessen in der öffentlichen Verwaltung.

 

Wir unterstützen durch Beratung, Konzeption, anwendungsorientierte Forschung, die Entwicklung von Materialien und Medien, durch Moderation und Impulsvorträge.

 

Und wir begeistern uns für Dialog, z.B. im Rahmen von Veranstaltungen mit Impulsgebern/-innen und Zeitzeugen/-innen.

 

 

Dokumentation (40 Seiten) mit allen Vorträgen - Bildklick

Rückblenden - Erinnerungen an den 9.Mai 1975

"Durch die Vorträge wurde ich an verschüttete Ereignisse meiner eigenen Vergangenheit erinnert. Ich erinnerte mich selbst an Kontrollen mit Maschinenpistole. Ich war buchstäblich durch die Inhalte der Veranstaltung ergriffen. Damals herrschte ein schwarz/weiß Denken. Man hätte miteinander reden müssen. Das Opfer und der Täter sind jetzt im Alter meiner Kinder. Aus dieser Perspektive sieht der Sachverhalt jetzt für mich ganz anders aus. Sehr beeindruckend waren die historische und die psychologische Analyse. Die beiden Vorträge boten überraschende Einsichten. Eine derartige Aufbereitung ist ungeheuer wichtig. Die Ereignisse sind immer noch aktuell."

V i W a - I M P U L S   |   Februar 2020

Gute Vornahme für´s neue Jahrzehnt - Kill the stupid rule!*

 

Wagen Sie das Experiment, stellen Sie ihre eingeübten Routinen auf die Probe. Wann ist eine Regel überflüssig, wann kostet sie einfach nur Zeit oder verhindert sogar, dass man alternative Vorgehensweisen etabliert, die sich besser zur Zielerreichung eignen? "Kill the stupid rule" ist als Methode gar nicht so neu. Unter dem Einfluss von "New Work" wächst allerdings ihre Bedeutung. Die Methode steht häufig am Anfang von Innovationen und eignet sich dazu, gerade im Administrationsdschungel kräftig aufzuräumen und dabei Beschäftigte und Betroffene mit ihrer Expertise glaubwürdig mitzunehmen. Schritt 1: alle sammeln - z.B. als Tandem - auf Post-Its in fünf bis zehn Minuten so viele Regeln wie möglich, die man am besten ändern sollte. Schritt 2: Die Post-Its werden anonym an eine Pinwand geheftet. Schritt 3: in vorzugsweise heterogen zusammengesetzen, kleinen Gruppen werden Alternativen erarbeitet. Was uneffektiv ist, fliegt ganz raus.

 

Zur Zeit werden in Verwaltungen vermehrt so genannte "Geschäftsprozesse" beschrieben. Das ist sinnvoll und u.a. Vorausetzung für die spätere Digitalisierung von Arbeits- und Kommunikationsprozessen. Typische Prozessschritte werden visualisiert (z.B. als Flussdiagramm oder anschauliche Infografik). Machen Sie sich keine Illusionen: das sieht nicht nur schön aus und hilft dabei, sich schnell zu orientieren: "Wie bearbeite ich einen Vorgang richtig?", es geht auch um die Standardisierung von Abläufen und um Controlling - potenziell leider auch um den Verlust von individuellen Gestaltungsfreiräumen, die wichtig für Motivation und Identifikation sind. Verzichtet man auf einen Schritt, der, wie die beschriebene "Kill the stupid rule"- Methode, Routinen kritisch hinterfragt oder werden entsprechende Geschäftsprozesse sogar top-down vorgegeben, können suboptimale Prozesse betoniert werden. Wenn Geschäftsprozessbeschreibungen Banalitäten abbilden oder Inflexibilität fördern, geraten sie zum Selbstzweck eines falsch verstandenen Qualitätsmanagements. Wird die Methode als Führungsinstrument missbraucht, indem sie statisch "richtige" Bearbeitungswege vorschreibt, muss man sich nicht wundern, wenn sich gerade die engagierten und intrinsisch motivierten Beschäftigten verweigern. 

 

*mehr zum Thema finden Sie unter Gut zu wissen. Unsere sonstigen ViWa-IMPULSE finden Sie unter Impulse + Exkurse. 

 

Wandel verstehen und leben

 

Rekonstruieren wie Wandel sich in der öffentlichen Verwaltung vollzogen hat, aktuelle und zukünftige Veränderungen, Reformen oder Umbrüche in Augenschein nehmen, begleiten, evaluieren usw.

 

Wir forschen interdisziplinär, bündeln Informationen, unterfüttern Veränderungsprozesse oder überprüfen deren Wirksamkeit.

 

Sie sind einfach auf der Suche nach Impulsen? Auch dann sind Sie hier richtig! 

 

D i a l o g

 

Grenzen überwinden, Brücken bauen, Akteure zusammen bringen, gemeinsam Lösungen finden oder Wege zusammen gehen.

 

Unser Angebot: Konzeption, Planung und Organisation von Veranstaltungen, Ausstellungen, Schulungen, Fachlichem Austausch usw.

 

Gestalten Sie mit uns einen fruchtbaren Dialog über eine Verwaltung, für die Veränderung selbstverständlich ist - zum Beispiel zu Themen wie Interkulturelle Öffnung oder Führung

 

Erinnerungen und Geschichte(n)

 

Verwaltung mit Leben füllen und Erfahrung sichtbar machen. Uns interessieren die persönlichen Geschichten und Biographien von Menschen, die Veränderung und Wandel nach vorne gebracht haben.

 

Im Polizeibereich waren wir schon sehr aktiv. Die Landesverwaltung wollen wir zukünftig stärker beleuchten. 

 

Werden Sie Zeitzeuge/-in für unsere Erinnerungsforschung

 

zuletzt aktualisiert am 25.02.2020

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