Die zukuftsfähige Verwaltung passt sich fortwährend an gesellschaftliche Entwicklungen an. Sie verändert ihr Gesicht oder erfährt Veränderung durch politische und gesellschaftliche Ereignisse.

 

Wir beschäftigen uns mit den Veränderungsanlässen, -potenzialen und -prozessen in der öffentlichen Verwaltung. Wir unterstützen durch Beratung, Konzeption, anwendungsorientierte Forschung, die Entwicklung von Materialien und Medien, durch Moderation oder Kommunikationsplattformen. Und wir begeistern uns für Dialog, z.B. im Rahmen von Veranstaltungen mit Impulsgebern/-innen und Zeitzeugen/-innen.

 

"Für mich war die Veranstaltung (die Idee, die Vorbereitung, der Ablauf, der informationelle und emotionale Inhalt) phantastisch und einmalig. Mein Kompliment und mein herzlicher Dank an alle Beteiligten", Rückblenden - Erinnerungen an den 9. Mai 1975.

Die Parlamentarische Versammlung des Europarates verabschiedet die „Declaration on the Police“

 

Demokratie ohne Freiheit ist unmöglich, Freiheit ohne Sicherheit ist es ebenso. Dass die Polizei in diesem komplexen Beziehungsgeflecht eine ganz besondere Rolle spielt, wissen auch die Abgeordneten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates sehr genau. Ihre am 8. Mai 1979 verabschiedete „Declaration on the police“ macht sich zum Ziel, den Status und die ethischen Pflichten von Polizeien in demokratischen Rechtsstaaten zu bestimmen. Mit deutlichen Worten heißt es hier: Das „europäische System zum Schutz der Menschenrechte“ würde verbessert, wenn es „allgemein anerkannte Regeln für die Berufsethik der Polizei gäbe, welche den Prinzipien der Menschenrechte und der Grundfreiheiten Rechnung tragen“. Polizistinnen und Polizisten seien für ihre Amtshandlungen persönlich verantwortlich, müssten sich umgekehrt aber auch auf die „aktive, moralische und materielle Unterstützung der Gemeinschaft, welcher sie dienen“, verlassen können.

 

Die Parlamentarische Versammlung ist eines der beiden Hauptorgane des 1949 gegründeten Europarates, einer eigenständigen, nicht mit dem Rat der Europäischen Union oder dem Europäischen Rat zu verwechselnden überstaatlichen Einrichtung. Die „Erklärung über die Polizei“ verstand sie als Orientierungshilfe für die Entwicklung einer verbindenden und verbindlichen Berufsethik für Polizeien in ganz Europa. Sie möchten den genauen Wortlaut der „Declaration on the Police“  von 1979 kennenlernen? In unserer Rubrik „Gut zu wissen“, finden Sie ihn.

 

Alle bisher erschienen Kurzmeldungen in Polizeigeschichte kompakt.

Wandel verstehen und leben

 

Rekonstruieren wie Wandel sich in der öffentlichen Verwaltung vollzogen hat, aktuelle und zukünftige Veränderungen, Reformen oder Umbrüche in Augenschein nehmen, begleiten, evaluieren usw.

 

Wir forschen interdisziplinär, bündeln Informationen, unterfüttern Veränderungsprozesse oder überprüfen deren Wirksamkeit.

 

Sie sind einfach auf der Suche nach Impulsen? Auch dann sind Sie hier richtig! 

 

D i a l o g

 

Grenzen überwinden, Brücken bauen, Akteure zusammen bringen, gemeinsam Lösungen finden oder Wege zusammen gehen.

 

Unser Angebot: Konzeption, Planung und Organisation von Veranstaltungen, Ausstellungen, Schulungen, Fachlichem Austausch usw.

 

Gestalten Sie mit uns einen fruchtbaren Dialog über eine Verwaltung, für die Veränderung selbstverständlich ist - zum Beispiel zu Themen wie Interkulturelle Öffnung oder Führung

 

Erinnerungen und Geschichte(n)

 

Verwaltung mit Leben füllen und Erfahrung sichtbar machen. Uns interessieren die persönlichen Geschichten und Biographien von Menschen, die Veränderung und Wandel nach vorne gebracht haben.

 

Im Polizeibereich waren wir schon sehr aktiv. Die Landesverwaltung wollen wir zukünftig stärker beleuchten. 

 

Werden Sie Zeitzeuge/-in für unsere Erinnerungsforschung

 

Dr. Kurt Gintzel | 1927 - 2019

in memoriam

 

„Unser Beruf fordert von uns Dienst am Menschen und sehr viel Verantwortung, vor allem aber Toleranz. Die Toleranz als Rechtsprinzip verlangt von der Polizei, dass sie die Verschiedenheit der Anschauungen und Überzeugungen der im Gemeinwesen organisierten Menschen zu respektieren und freie Entfaltung zu ermöglichen hat. Übung von Toleranz, soweit sie aus dem Rechtsprinzip folgt, ist sozialer Dienst und bei der Befriedung sozialer Prozesse oberste Tugend. Hier, meine verehrten Kollegen – erwarten Sie nicht leicht zu bewältigende Aufgaben.“ Dr. Kurt Gintzel, 1970 anlässlich der Verabschiedung des Lehrgangs 70/IX an der Polizei-Führungsakademie Münster Hiltrup. Dokument im Privatbesitz.

 

Im Frühjahr 2014 stand uns Dr. Kurt Gintzel für ein Interview zur Verfügung. Erfahren Sie mehr über Kurt Gintzel in unserem Historischen Fenster.

 

 

Dr. Kurt Gintzel verstarb im Alter von 91 Jahren am 21. Februar 2019. Foto: Privatbesitz Kurt Gintzel

 

 

zuletzt aktualisiert am 19.05.2019

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