Die zukuftsfähige Verwaltung passt sich fortwährend an gesellschaftliche Entwicklungen an. Sie verändert ihr Gesicht oder erfährt Veränderung durch politische und gesellschaftliche Ereignisse.

 

Wir beschäftigen uns mit den Veränderungsanlässen, -potenzialen und -prozessen in der öffentlichen Verwaltung. Wir unterstützen durch Beratung, Konzeption, anwendungsorientierte Forschung, die Entwicklung von Materialien und Medien, durch Moderation oder Kommunikationsplattformen. Und wir begeistern uns für Dialog, z.B. im Rahmen von Veranstaltungen mit Impulsgebern/-innen und Zeitzeugen/-innen.

 

"Für mich war die Veranstaltung (die Idee, die Vorbereitung, der Ablauf, der informationelle und emotionale Inhalt) phantastisch und einmalig. Mein Kompliment und mein herzlicher Dank an alle Beteiligten", Rückblenden - Erinnerungen an den 9. Mai 1975.

9. November 1989

Als sich in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 im Stadtgebiet Berlin nach und nach die Grenzübergänge zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik öffneten und immer mehr Menschen die Staatsgrenze passieren konnten, war das Ende der DDR besiegelt. Im kollektiven Sprachgebrauch als „Wende“ oder „friedliche Revolution“ tituliert, als „wahnsinniger“ Moment der jüngsten deutschen Geschichte erinnert, entzieht sich der Fall der Berliner Mauer, was seine Vorgeschichte, den tatsächlichen Ablauf und die unmittelbaren und langfristigen Folgen angeht, einfacher Beschreibungen und Erklärungen. Zu den Fakten gehört, dass - im Einigungsvertrag der beiden deutschen Staaten am 31. August 1990 festgelegt - die DDR am 3. Oktober 1990 der Bundesrepublik gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes beitrat. „Es ist ungewöhnlich, dass sich ein Staat freiwillig aus der Geschichte verabschiedet“, kommentierte Lothar de Maizière, der damalige Ministerpräsident der DDR das Geschehen in einer Fernsehansprache. „Ebenso unnatürlich und widerwillig war aber auch die Teilung unseres Landes.“ Die Freude über die neu gewonnenen Freiheiten mischte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern der DDR schnell mit Unsicherheit darüber, was nun auf sie zukommen würde. Die Enttäuschung der oft allzu großen Hoffnungen und Erwartungen ließ nicht sehr lange auf sich warten, die sich rasch vollziehenden Veränderungen griffen auch massiv in das private Leben der Menschen ein.

Unter anderem für den Neuaufbau der Verwaltungsstrukturen und Behörden auf dem Staatsgebiet der DDR stellte die Vereinigung der beiden deutschen Staaten eine besondere Herausforderung dar: Wie würde es sich praktisch realisieren lassen, bundesdeutsches Recht in ganz Deutschland durchzusetzen, wie würden Verwaltungen strukturell und personell angepasst, d.h. an westdeutschen Mustern ausgerichtet werden können? Am Beispiel des „Abkommens zwischen der Regierung des Landes Brandenburg und der Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen über umfassende Zusammenarbeit“ vom 27. November 1990 lassen sich Vorgehen, Erfolge und Probleme gut nachvollziehen.

 

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Wandel verstehen und leben

 

Rekonstruieren wie Wandel sich in der öffentlichen Verwaltung vollzogen hat, aktuelle und zukünftige Veränderungen, Reformen oder Umbrüche in Augenschein nehmen, begleiten, evaluieren usw.

 

Wir forschen interdisziplinär, bündeln Informationen, unterfüttern Veränderungsprozesse oder überprüfen deren Wirksamkeit.

 

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D i a l o g

 

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zuletzt aktualisiert am 20.01.2020

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