Die zukuftsfähige Verwaltung passt sich fortwährend an gesellschaftliche Entwicklungen an. Sie verändert ihr Gesicht oder erfährt Veränderung durch politische und gesellschaftliche Ereignisse.

 

Wir beschäftigen uns mit den Veränderungsanlässen, -potenzialen und -prozessen in der öffentlichen Verwaltung.

 

Wir unterstützen durch Beratung, Konzeption, anwendungsorientierte Forschung, die Entwicklung von Materialien und Medien, durch Moderation und Impulsvorträge.

 

Und wir begeistern uns für Dialog, z.B. im Rahmen von Veranstaltungen mit Impulsgebern/-innen und Zeitzeugen/-innen.

 

 

Dokumentation (40 Seiten) mit allen Vorträgen - Bildklick

Rückblenden - Erinnerungen an den 9.Mai 1975

"Durch die Vorträge wurde ich an verschüttete Ereignisse meiner eigenen Vergangenheit erinnert. Ich erinnerte mich selbst an Kontrollen mit Maschinenpistole. Ich war buchstäblich durch die Inhalte der Veranstaltung ergriffen. Damals herrschte ein schwarz/weiß Denken. Man hätte miteinander reden müssen. Das Opfer und der Täter sind jetzt im Alter meiner Kinder. Aus dieser Perspektive sieht der Sachverhalt jetzt für mich ganz anders aus. Sehr beeindruckend waren die historische und die psychologische Analyse. Die beiden Vorträge boten überraschende Einsichten. Eine derartige Aufbereitung ist ungeheuer wichtig. Die Ereignisse sind immer noch aktuell."

V i W a - I M P U L S   |  November 2020

Wimmelbild mit Dame. Quelle: Kölner Stadtanzeiger, 11.03.1966, Peter Kleinert

Vor 45 Jahren - Die Streife meldet: "Jeder 10. Polizist ist eine Frau"

 

Die einzige Frau in der Mitte des Bildes ist Polizistin. Es handelt sich um Hildegard Schmitz-Dumont, die bereits 1947 ihren Dienst bei der WKP in Köln aufnahm. Nach dem Krieg stellten die Briten ab 1946 die ersten „Damen“ für die Weibliche Kriminalpolizei (WKP) nach preußischem Vorbild ein. Einstellungsvoraussetzung war, wegen der Zuständigkeit für Kinder und Frauen, eine abgeschlossene Berufsausbildung im sozialen oder Fürsorgebereich. Auch die nordrhein-westfälische Polizei hielt zunächst an diesem WKP-Modell fest. Obwohl seit 1966 Frauen jenseits der WKP für den gehobenen Polizeidienst ausgebildet werden konnten, wurde bis in die 1970er hinein intensiv über das Berufsbild der Frauen in der Polizei diskutiert. Auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Doris Altewischer (CDU) an die Landesregierung aus dem Jahr 1969 reagierte diese mit dem Hinweis: „Die Eignung der Frauen für den kriminalpolizeilichen Dienst folgt daraus, dass die meisten der zu verrichtenden Tätigkeiten keine typisch männlichen Eigenschaften voraussetzen.“ Ausnahmen seien „dort geboten, wo diese mit Rücksicht auf den naturgegebenen Unterschied der Geschlechter erforderlich sind“. Eine 1971 in Auftrag gegebene Studie über die Verwendung von Frauen in der Kriminalpolizei sollte mehr Klarheit bringen. Sie war nur zum Teil emanzipatorisch intendiert: Die demografische Entwicklung führte zu einem Rückgang der männlichen Bewerber. Der Bedarf an Beamtinnen für die Belange von Frauen und Kindern konnte nicht mehr allein durch die WKP gedeckt werden. Und die WKP war für den Bereich der Minderjährigenkriminalität, welche in den 1960er Jahren stark angestiegen war, nicht originär zuständig. In der Folge wurden in den Fachkommissariaten Polizisten im Rahmen von 14tägigen Jugendsachbearbeiterlehrgängen – nicht ohne Kritik – fortgebildet. Innenminister Dr. Hirsch hierzu anlässlich einer Fragestunde im Landtag 1976: „Ich halte es für einen Aberglauben, daß Frauen und Männer immer nur auf geschlechtsspezifische Aufgaben gedrillt werden können, die Männer können das ebenso wie Frauen.“ Zeitzeugeninterview und mehr Informationen hier. 

Wandel verstehen und leben

 

Rekonstruieren wie Wandel sich in der öffentlichen Verwaltung vollzogen hat, aktuelle und zukünftige Veränderungen, Reformen oder Umbrüche in Augenschein nehmen, begleiten, evaluieren usw.

 

Wir forschen interdisziplinär, bündeln Informationen, unterfüttern Veränderungsprozesse oder überprüfen deren Wirksamkeit.

 

Sie sind einfach auf der Suche nach Impulsen? Auch dann sind Sie hier richtig! 

 

D i a l o g

 

Grenzen überwinden, Brücken bauen, Akteure zusammen bringen, gemeinsam Lösungen finden oder Wege zusammen gehen.

 

Unser Angebot: Konzeption, Planung und Organisation von Veranstaltungen, Ausstellungen, Schulungen, Fachlichem Austausch usw.

 

Gestalten Sie mit uns einen fruchtbaren Dialog über eine Verwaltung, für die Veränderung selbstverständlich ist - zum Beispiel zu Themen wie Interkulturelle Öffnung oder Führung

 

Erinnerungen und Geschichte(n)

 

Verwaltung mit Leben füllen und Erfahrung sichtbar machen. Uns interessieren die persönlichen Geschichten und Biographien von Menschen, die Veränderung und Wandel nach vorne gebracht haben.

 

Im Polizeibereich waren wir schon sehr aktiv. Die Landesverwaltung wollen wir zukünftig stärker beleuchten. 

 

Werden Sie Zeitzeuge/-in für unsere Erinnerungsforschung

 

zuletzt aktualisiert am 22.11.2020

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Institut Viwa e.V., Witten