Gedankens-Wert

Zum Nachdenken anregen, sich Gedanken machen, sie schweifen lassen...

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Hier veröffentlichen wir Essays, Artikel, Vorträge, Abschlussarbeiten, Karrikaturen usw., die Zustände, Ziele, Entwicklungen oder Zusammenhänge in der öffentlichen Verwaltung unter die Lupe nehmen.

 

Prof. Dr. Heike Wüller macht im August 2018 den Anfang. Sie ist Historikerin und 2. Vorsitzende im Institut. Heike Wüller lehrt an der FHöV NRW am Studienort Köln. Die Historischen Fenster und das Erinnerungsarchiv Polizei tragen ihre Handschrift.

 

 

Wir freuen uns auch auf Ihre Beiträge!

 

"Irgendwas mit Menschenrechten" - Vom Nutzen und Nichtsnutzen der (NS)Geschichte für die Polizei           

Ein Essay von Heike Wüller

Organisationen haben kein Gedächtnis. Vielmehr konstruieren sie (sich) eines, das sich auf verschiedene Weise ausformt, nämlich als Kombination aus individuellen Gedächtnissen der Organisationsmitglieder, durch die Kommunikation zwischen Gruppenmitgliedern aus Untereinheiten der Organisation und mit Hilfe der Sammlung von Artefakten (wie Texten, ‚Akten‘ und Bildern), aber auch durch Symbole, Riten und Praktiken. Das Gedächtnis einer Organisation „schafft eine von ihren einzelnen Mitgliedern unabhängige Identität in Form eines höheren Auftrags oder einer dauerhaften Sendung“ und es ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass eine Organisation im Stande ist zu lernen.

 

Das alles gilt auch für die Polizei. Geschichte und Gedächtnis spielen hier unzweifelhaft – im Großen wie im Kleinen - eine wichtige Rolle und die Mitglieder der Organisation haben ein feines Gespür dafür, dass das so ist.

 

Auf der individuellen Ebene erinnern Polizistinnen und Polizisten vor allem Ereignisse, die zu Erlebnissen wurden. Solche Ereignisse gibt es hier vergleichsweise viele, denn bei der Polizei, das unterscheidet sie von anderen Organisationen, ‚passiert‘ täglich etwas. Erinnert werden Geschehnisse ganz individuell und jeweils für sich allein, aber auch in kollegialen Gruppen, in der Familie oder im Freundeskreis. lesen Sie weiter im Textdokument unten (Broschüre)

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Fit für Führung - für welche eigentlich? 

Symposiumbeitrag von Martina Eckert

Eigentlich ist die Frage „für welche eigentlich?“ leicht zu beantworten: Es gibt seit Mitte der 1990er Jahre eine Reihe von Leitlinien, Referenzrahmen und Richtlinien, die festlegen, für welche Führung Landesbedienstete fit gemacht werden sollen. Zur Zeit ihrer Entstehung waren diese Richtlinien sehr fortschrittlich. Trotzdem muss man sich fragen: Sind sie immer noch up to date?

 

Mit dem Symposium wollen wir  Anregungen aus unterschiedlichen Perspektiven sammeln, um zu entscheiden, in welche Richtung sich Leitlinien und Referenzrahmen entwickeln könnten.  Das Symposium ist Bestandteil eines Prozesses, der an der FAH im Herbst 2016 eingeleitet wurde. Seitdem haben wir zu Frage, „welche Facetten benötigt ein modernes Führungsleitbild für die Fortbildung?“ einiges unternommen ...lesen Sie weiter im Textdokument unten (Broschüre)

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Folien zum Vortrag
2017-11-02 Fit für Führung für welche e[...]
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Interkulturelle Öffnung  -  Chancen und Hemmnisse bei der Ansprache von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund

Studie von Martina Eckert

Angesichts der Diskussion um die interkulturelle Öffnung der Verwaltung wenden sich Behörden und Kommunen aktiv an Schulabgängerinnen und Schulabgänger  mit Migrationshintergrund. Ob und wie erfolgreich entsprechende Werbemaßnahmen sind, ist von verschiedenen behördenspezifischen Faktoren abhängig, wie z.B. von der Werbestrategie oder der Sichtbarkeit des beruflichen Angebots. Noch relativ unbekannt ist die Dynamik auf Seiten der potenziellen  Bewerberinnen und Bewerber. Ist die öffentliche Verwaltung überhaupt generell für Schulabgänger/innen attraktiv  - wie passt sie zu den spezifischen Bedürfnissen und Zielen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund und gibt es typische Hürden?

 

Im Rahmen zweier Untersuchungen wurde in Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg in den Jahren 2012 und 2013 Schülerinnen und Schüler nach ihren Haltungen und Einschätzungen zur öffentlichen Verwaltung befragt – einmal im Rahmen einer Ausbildungsmesse (Juni 2012, N= 115) und einmal im Rahmen einer Befragung von Schülern und Schülerinnen im Unterricht der 9. Klasse (April 2013, N=453). Durch einen Vergleich von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund ist es möglich, einige Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede zu beleuchten, die wertvolle Hinweise für die zukünftige Ansprache der Zielgruppe liefern können.

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